Barfuß in Afrika...

Barfuß in Afrika...

ein Jahr Uganda!

Auf dieser Seite möchte ich Euch über meine – mal mehr mal weniger spannenden – Erlebnisse in Kampala berichten. Fühlt Euch herzlich eingeladen an meinem Freizeit- und Arbeitsleben teil zu nehmen! Gerne, könnt
ihr die Kommentarfunktionen nutzen.

Liebe Grüße aus Nsambya, Kirombe

Wochenende in Entebbe

Jan 2015Posted by Jenny Lindner Mon, January 12, 2015 10:57:35


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Impressionen

Jan 2015Posted by Jenny Lindner Wed, January 07, 2015 16:16:01

Einer meiner skurrilsten Momente: Ein Mann läuft durch den Slum, wobei sich sechs Ziegelsteinen auf seinem Kopf befinden... Ich bekomme dieses Bild nicht mehr aus meinem Kopf! Genau zu diesem Zeitpunkt hatte eines der Kinder meine Kamera, fotografierte jedoch etwas anderes...

Man könnte sagen, es ist zu einem Ritual geworden, dass ich zwischen Vier und Fünf auf der Terrasse sitze. Heute saß bereits jemand vor mir dort. Ein kleiner Junge aus der Nachbarschaft überraschte mich. Dieser lebt in einer der benachbarten Häuser auf demselben Grundstück. Ich setzte mich auf meine Matte, breitete Bücher und Handy aus. Woraufhin er neben mir Platz nahm. Er war mir nie zuvor so nah, wie in diesem Augenblick. Wobei ich sagen muss, dass wir kein Wort miteinander wechselten. Ich möchte keine Lügen über sein Alter verbreiten, doch er ist im Alter eines Krippenkindes. Die ersten Minuten sahen wir einander an, wobei zu beachten ist: Er verzog keine Miene und mein Lächeln wurde irgendwann krampfhaft. Er nahm sich einen der Reisführer und durchblätterte diesen, wie ich es zuvor mit dem Wörterbuch getan hatte. Der Reiseführer verblieb eine Zeit lang auf seinem Schoß, hinzu kam mein Handy. Er machte den Eindruck eines beschäftigen Mannes. Nach dem das erste Buch zum vierten Mal durchblättert wurde, folgten die restlichen Drei. Zugleich steigerte sich unsere Kommunikation – in Form von Lauten, Silben sowie einer Vielzahl an Mimik. Ich genoss es Bekanntschaft mit ihm zu machen, fing dennoch zu überlegen an, zu welchem Haus er gehören könne. Diese Frage hat sich jedoch für unnötig erklärt. Nach einer halben Stunde überraschte er mich mit einem plötzlichen „Bye“, stand auf, sah mich an und winkte. Ich erwiderte. Woraufhin er los lief und zugleich seine Schultern auf und ab bewegte. Ich vermutete, dass machte er im Takt zur Musik, die gerade von meinem Handy lief. Nach drei Metern dreht er sich um, erblickte mich und winkte erneut mit einem „Bye“.


Nach dem ich gestern Nachmittag das Haus betreten habe, drangen laute „Muzungu!? Muzungu!?“ Rufe über den Hof. Ich blickte durch eines der Fenster und sah Kinder aus der Nachbarschaft am Tor stehen. Sie sahen lediglich durch die Tür des Tores, betraten nicht den Hof. Ich habe ihre Rufe nicht ernst genommen. Nach einer Viertelstunde hörten sie auf. Gerade riefen sie wieder, dieses Mal jedoch auf der anderen Seite meines Fensters. In Zeitlupe konnte ich ihre Haare, Stirn, Augen und Nase sehen, die anscheinend ungesehen bleiben sollten. Jedes Mal quetschen sie ihre Gesichter für gefühlt 30 Sekunden an die Scheibe, bis sie mich schließlich entdeckten und schreiend weg rannen. Dieses Spiel fing mir an Spaß zu machen. Somit tat ich dasselbe von der anderen Seite aus… und das ganze nahm seinen Lauf. Einer der Jungen hatte irgendwann anscheinend dieselbe Idee wie ich: Ich verlies leise das Haus durch die Tür auf der anderen Seite, schlich mich an der Hausecke, wobei er gleichzeitig auf der anderen Seite der Ecke stand… naja und den Rest könnt ihr euch ja denken: „Buuh!“ und lautes Geschrei.




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2.Projekttag

Jan 2015Posted by Jenny Lindner Tue, January 06, 2015 14:04:42


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1. Projekttag

Jan 2015Posted by Jenny Lindner Fri, January 02, 2015 20:00:56

Es ist 9.50 Uhr, zehn Minuten bis um Zehn. In diesem Fall bedeutet dies: Beginn des ersten außerschulischen Projekttages... Zeiger auf der Zwölf – kein Kind da. Aber warten wir ab! Für eine Viertelstunde setze ich mich ins Internetcafé. Dann werde ich unruhig und versichere mich… kein Kind da. Ein paar Minuten in der Sonne folgen. Während es halb elf schlägt, überlege ich, ab welchem Zeitpunkt ich nach Hause gehen würde. Zwei Minuten später: „Teacher Stella“ und zwei Kinder begrüßen mich. Wobei die Mädels sich kurz darauf auf den Weg machen, um weitere Kinder einzusammeln. Ich vermute, um Elf haben wir mit dem Basteln gestartet.

An diesem ersten Tag war es mein persönliches Ziel, mehr über die einzelnen Stärken und feinmotorischen Fertigkeiten der Kinder herauszubekommen - um diese wiederum als Grundlage nutzen zu können… Nie zuvor hatte ich die Kinder kreativ arbeiten, geschweige denn eine Schere in der Hand halten, sehen - was die ganze Angelegenheit sehr aufregend für mich machte!

Mehr Text bekommt ihr eventuell später. Ich möchte aber zu den Bildern erwähnen: die Fotos vom Weg wurden alle von Juliana, einer Drittklässerin (mit Apricot farbigen Shirt) geschossen. Viel Spaß damit...

P.S.: Der rote Schuh wurde spontan zu unserem zweiten Projekt. Er hatte sich seltsamerweise komplett in sich aufgelöst. Doch damit „Eunice“ nach Hause laufen konnte, musste wir kreativ werden...



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