Barfuß in Afrika...

Barfuß in Afrika...

ein Jahr Uganda!

Auf dieser Seite möchte ich Euch über meine – mal mehr mal weniger spannenden – Erlebnisse in Kampala berichten. Fühlt Euch herzlich eingeladen an meinem Freizeit- und Arbeitsleben teil zu nehmen! Gerne, könnt
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Liebe Grüße aus Nsambya, Kirombe

Der letzte Bericht

Über michPosted by Jenny Lindner Thu, August 20, 2015 20:06:55

„Weltwärts“ versteht sich als Lerndienst für junge Leute, in dem die persönliche Entwicklung der Freiwilligen im Vordergrund steht… so oder so ähnlich wurden meine Mitfreiwilligen und ich an unsere Arbeit, an unser Leben in Uganda herangeführt. „Der Freiwilligendienst solle vorrangig meiner eigenen Entwicklung dienen!?“, schwirrte wochenlang skeptisch in meinem Kopf herum. Oh und ja, nach elf Monaten habe ich es endlich kapiert. Auf die Frage: „Was hat dir dein Freiwilligendienst insgesamt gebracht?“ habe ich tatsächlich eine ganz persönliche Antwort: Elf Jahre lang habe ich „geträumt“, aus Deutschland weg zu gehen. Trotz Freunde und Familie war das Fernweh groß und Deutschland kein Ort, den ich als „zu Hause“ bezeichnet hätte. Ich war auf der Suche nach genau diesem „zu Hause“... und habe es nun gefunden. Mein „zu Hause“ ist kein Ort – es sind die Menschen, die mich lieben, kennen und verstehen! Mit dieser Erkenntnis kann ich mein Leben in Uganda beruhigt abschließen. Denn trotz vieler, guter Bekanntschaften, Kumpels und einer besten Freundin in Kampala, befinden sich die, vorher beschriebenen, Menschen nicht in Uganda sondern in Deutschland. Wodurch mein Abschied eine schöne Wende bekommt.

Diesen Menschen verdanke ich es ebenso, dass ich mein Ziel des interkulturellen Austauschs zwischen Uganda und Deutschland in die Tat umsetzen konnte. Unter anderem haben sich eine Handvoll Schulen an diesem Prozess beteiligt, wofür ich überaus dankbar bin.

Das Interesse und die Unterstützung von mir bekannten und unbekannten Personen haben mich immer wieder aufs Neue erfreut. Durch Austausch meiner Erfahrungen und dem Gelernten hoffe ich weiterhin, im Kleinen, an der gesellschaftlichen Bewusstseinsförderung mitwirken zu können.

Mir war immer klar, dass mir als Deutsche ein sehr freies, individuelles und alternatives Leben möglich ist. Dennoch weiß ich diesen Aspekt nun um vieles mehr zu schätzen. In Kampala habe ich diese Art von Leben nur selten in der Gesellschaft spüren können, wodurch ich mich selbst etwas verloren habe – Ein weiterer Grund mich auf meinen folgenden Lebensweg zu freuen. Mein erlerntes Luganda-Englisch möchte ich mir dabei erhalten bzw. ausbauen. Eine Rückreise nach Uganda, eine anhaltende Zusammenarbeit mit dem PCCP und weitere Projektkooperationen sind bereits geplant.

Natürlich hat mir der Freiwilligendienst viele weitere Dinge gebracht – Jedoch schwirren die meisten noch unbewusst in meinem Inneren herum. Dennoch ist eines klar: meine interkulturelle Kompetenz hat sich auf praktischer Ebene um ein Vielfaches erweitert. Meine Erfahrungen mit Menschen in Uganda möchte ich nicht missen. Der Freiwilligendienst ermöglichte mir ein realistisches Eintauchen in das vielfältige Leben Ugandas, welches so nur eine Auswanderung ermöglichen könnte… Die lustigste Erkenntnis habe ich außerhalb Kampalas erworben und möchte diese gerne weitertragen: Ein Kleinwagen bietet genug Platz für zwei Fahrer, zwei Beifahrer und sechs Begleitpersonen auf der Rücksitzbank.

Von Anfang an bewundert (jedoch nie festgehalten), habe ich den Aspekt, dass im PCCP zwei Religionen gelehrt werden. Alle Schüler werden an das Christentum, ebenso an den Islam herangeführt. Wobei die Kinder jeweils einer Religion angehören. Da ich selbst keine Religion vertrete, war ich unsicher, ob ich mir dazu eine Meinung erlauben darf. Daher belasse ich es bei einer kurzen Erwähnung.

Ich bin froh diesen Weg mit VIA e.V. gegangen zu sein.



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