Barfuß in Afrika...

Barfuß in Afrika...

ein Jahr Uganda!

Auf dieser Seite möchte ich Euch über meine – mal mehr mal weniger spannenden – Erlebnisse in Kampala berichten. Fühlt Euch herzlich eingeladen an meinem Freizeit- und Arbeitsleben teil zu nehmen! Gerne, könnt
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Liebe Grüße aus Nsambya, Kirombe

Auszug 2. Quartalsbericht

Über michPosted by Jenny Lindner Tue, March 03, 2015 13:59:16

Was mir mein Freiwilligendienst bisher gebracht hat? Heimat.
Heimat in einem afrikanischen Land, welches jeden Tag verständlicher ebenso vertrauter erscheint. Ein zu Hause, in dem ich mehr und mehr „Ich“ sein kann und das Glück habe, von Einheimischen als dazugehörig wahrgenommen zu werden. Das größte Kompliment, das mir Bekannte und Freunde machen konnten, ist mich, aufgrund unserer Gemeinsamkeiten, nicht als „Deutsche“, sondern „Uganderin“ zu sehen. Wodurch sie mein Heimatgefühl verstärken und mir ein zu Hause ermöglichen, in dem ich Sicherheit, Anerkennung sowie Gewohnheit spüre… all dies in einem kulturellen Rahmen, der mir vor sechs Monaten fremd erschien, heute jedoch meine Lebenswelt darstellt. Eine Lebenswelt die sich so nah und normal anfühlt, dass es mir schwer fällt über Besonderheiten zu berichten.

Vor einem Monat hat das neue Schuljahr begonnen. Wobei ich dieselbe Klasse begleite, wie bereits im letzten Jahr. Trotz durchschnittlicher Sprachkenntnisse hatte ich das Vertrauen meines Chefs und durfte von Beginn an sowie eigenständig eine Klasse unterrichten. Seit Februar teile ich mir diese Aufgabe mit einer Kollegin, die gleichzeitig eine gute Freundin ist. Jeden Tag erwarten uns aufgeschlossene und lernwillige Kinder, wobei diese Eigenschaften ebenso auf meine Kollegin zu treffen. Dies und unsere freundschaftliche Basis, ermöglichen einen offenen Austausch. Themen, wie „Gewalt an Kindern“ konnten und können wir ungehemmt besprechen. Es gibt nur einen Aspekt, den ich während meiner Arbeit vermisse: dies ist der sprachliche Austausch mit den Kindern. Da die englisch Kenntnisse auf beiden Seiten zu wünschen übrig lassen und ich kein Luganda beherrsche, verläuft unsere Kommunikation hauptsächlich nonverbal. Worin wir alle sehr gut sind und trotz dessen großen Spaß miteinander haben, jedoch ist meine pädagogische Arbeit nur beschränkt möglich. Wobei mir dafür meine Kollegin zur Seite steht. Wir unterstützen uns gegenseitig für eine abwechslungsreiche und anregende Unterrichtsgestaltung, wobei wir mehr und mehr auf Individualität der Kinder achten. Die Pausen verbringen wir ebenso mit den Kindern, wobei dieses Freispiel musikalisch begleitet und mit Hilfe einer Kamera von den Kindern dokumentiert wird. Jeden Tag nehme ich wertvolle Momente für uns alle wahr und ich habe das schöne Gefühl, dass uns weitere tolle Zeiten erwarten.



  • Comments(3)

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Posted by mutti Sat, March 07, 2015 09:29:55

Schön das zu lesen. Geniese die Zeit. Du machst dort viele Kinder glücklich.

Posted by Jenny Lindner Wed, March 04, 2015 16:39:22

Herzlich willkommen Alex :)

Posted by alex Tue, March 03, 2015 18:37:32

über dein projekt hing ein kleiner auszug in der korczak schule. jetzt hab ich mir alles hier mal etwas genauer durchgelesen. es klingt alles sehr interessant, toll dass es solche engagierten menschen wie dich gibt. ich werd jetzt öfter mal vorbei schauen um zu sehen was es neues gibt.